Niefern-Öschelbronn, 27.06.2017, von Markus Mürle

Algenalarm: THW belüftet Bruchtalsee

Wegen der anhaltenden Sommerhitze drohte der Bruchtalsee in Niefern-Öschelbronn "umzukippen", ein Fischsterben wäre die Folge gewesen. Die Gemeindeverwaltung alarmierte daher das Technische Hilfswerk (THW): Mit Großpumpen belüfteten die örtlichen Einsatzkräfte den Fischweiher.

Gefahr für Fische gebannt: Durch die Verwirbelung wird das Wasser mit Sauerstoff angereichert

Da der Sauerstoffgehalt einen kritischen Wert erreicht hatte, musste schnell gehandelt werden. Gestern Abend rückten vier THW-Experten der Fachgruppe "Wasserschafen/Pumpen" zum Bruchtalsee aus. "Die hohen Temperaturen lassen die Algen sprießen, außerdem kann das warme Wasser weniger Sauerstoff aufnehmen", erläutert THW-Zugführer Pascal Nouvel den Grund für den Einsatz. Mit Großpumpen wälzten die Ehrenamtlichen daher rund 5.000 Liter Wasser pro Minute um und reicherten es dabei mit Luft an.

Gefahr für Fische gebannt

Bis in die Nacht hinein wurden rund 2,5 Millionen Liter Wasser belüftet – das ist die Bilanz des Pumpeinsatzes. Damit haben die THW-Einsatzkräfte rund ein Achtel des Wassers im Bruchtalsee umgewälzt, eine akute Gefahr für das Biotop mit Fischen, Lurchen, Fröschen, Krebsen, Insekten und vielen Kleinlebewesen ist damit zunächst gebannt.

"Spezialeinheit" für Schmutzwasser

Die Fachgruppe "Wasserschaden/Pumpen" verfügt über ein großes Sortiment von leistungsfähigen Pumpen. Damit kann sie in Keller oder Verkehrsanlagen eindringendes Schmutzwasser abpumpen und über längere Strecken Wasserleitungen errichten. Außerdem repariert die Einheit im Katastrophenfall zerstörte Abwasseranlagen und beseitigt Abwasser in Notunterkünften.


  • Gefahr für Fische gebannt: Durch die Verwirbelung wird das Wasser mit Sauerstoff angereichert

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